Lars Kiera beim Forum Unternehmensnachfolge
Wenn Engpässe, Abkündigungen oder lange Lieferzeiten die Produktion bedrohen, ist die Beschaffung außerhalb starrer Franchise-Linecards oft der einzige Ausweg. Doch viele Einkaufs- und Qualitätsverantwortliche zögern: Die Beschaffung am freien Markt scheint aufgrund fälschungsgefährdeter Bauteile, unsachgemäßer Lagerung oder mangelhafter Dokumentation zu risikobehaftet. Wie gelingt es, die enorme Flexibilität des freien Marktes zu nutzen, ohne Abstriche bei der Produktqualität zu machen? Eine lückenlose, technologiegestützte Wareneingangs- und Qualitätssicherung ist ein Teil der Lösung.
Ausgangslage
Globale Lieferketten und unvorhersehbare Allokationen zwingen Unternehmen zunehmend dazu, Komponenten über freie Beschaffungskanäle zu beziehen. Allerdings birgt der globale Markt ohne strenge Kontrollen oder jahrelange Expertise erhebliche Gefahren:
- Fälschungen & B-Ware: Umgelabelte Bauteile, gefälschte Datecodes, aufbereitete Altbauteile (Refurbished/Blacktopping) oder minderwertige Plagiate.
- Unsachgemäße Handhabung: Mangelhafter Schutz gegen elektrostatische Entladung (ESD) oder unzureichende Berücksichtigung der Feuchteempfindlichkeit (MSD).
- Mangelnde Rückverfolgbarkeit: Fehlende Zertifikate, unvollständige Rückverfolgbarkeit (Traceability) und unklare Herkunftsnachweise.
Die IHK kümmert sich seit einigen Jahren verstärkt um das Thema Unternehmensnachfolge, da der Altersschnitt der aktuellen Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen darauf schließen lässt, dass in den nächsten zehn Jahren sehr viele Unternehmensnachfolgen stattfinden müssen. In diesem Bereich sind die beiden Geschäftsführer der RTS Electronic – Oliver Vakilzadeh und Lars Kiera – besonders qualifiziert, da sie das Unternehmen 2020 von den Gründern übernahmen. Lars Kiera teilte sein Wissen beim Forum Unternehmensnachfolge, veranstaltet von der IHK Nord Westfalen.
Ein ausführlicher Bericht ist auf der IHK-Webseite zu finden.
Foto Beitragsbild: IHK Nord Westfalen